Wenn Schwachheit zur Stärke wird
„Wenn ich schwach bin, dann bin ich stark“ (2. Kor 12,10)
Gott benutzt schwache Menschen, um sich zu verherrlichen. Das heißt: Deine Schwachheit ist die beste Voraussetzung dafür, dass Gott dich gebrauchen kann. Er wählt sich unscheinbare, verachtete oder zerbrochene Menschen aus, um seine Größe unübersehbar zu machen. Seine Kraft wird in Schwachheit vollbracht. Und zwar so, dass er die Ehre bekommt.
Wie er das in deinem und meinem Leben tun kann, schauen wir uns jetzt einmal anhand einiger Beispiele aus der Bibel und aus der Kirchengeschichte etwas näher an.
Am 24. März 1820 kommt Fanny Crosby mit einer schweren Augenkrankheit zur Welt. Kurze Zeit später wird sie operiert. Aber die Operation geht schief und verursacht einen unheilbaren Schaden an ihren Augen, weshalb sie für den Rest ihres Lebens nicht richtig sehen kann.
Trotz ihrer Erblindung schreibt diese Frau im Laufe ihres Lebens über 8000 geistliche Lieder, von denen einige sehr bekannt geworden sind.
In einer Unterhaltung mit einer Gruppe von Missionaren sagte sie:
„Ich glaube, dass die größte Segnung, die der Schöpfer mir gegeben hat, darin besteht, dass er mir das Sehen verwehrt hat.“
Das sind sehr tiefgehende Worte, die ein ganz wichtiges biblisches Prinzip unterstreichen, das wir unbedingt verstehen müssen. Und es lautet wie folgt:
„Das Schwache der Welt hat Gott auserwählt, damit er das Starke zuschanden mache; und das Unedle der Welt und das Verachtete hat Gott auserwählt und das, was nicht ist, damit er das, was ist, zunichte mache, damit sich vor Gott kein Fleisch rühme." (1. Kor 1,27-29)
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