Die Macht des Wortes Gottes
“Ist mein Wort nicht so - wie Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert?” (Jeremia 23,29)
Das macht großen Glauben aus: Groß von Jesus zu denken. Auf die Allmacht Seines Wortes zu vertrauen. Und Ihm Großes zuzutrauen, auch wenn man Ihn mit den natürlichen Augen nicht sehen kann.
Und das können wir natürlich sehr gut auch auf uns anwenden. Wir sehen den Sohn Gottes heute nicht mit unseren natürlichen Augen. Aber wir haben Sein lebendiges Wort in den Händen. Das Wort Gottes. Und im Buch Jeremia wird gesagt, dass das Wort des HERRN wie ein Hammer ist, der Felsen zerschmettert.
Dazu mal eine wahre Geschichte, die ich vor kurzem gelesen habe. Da war vor vielen Jahren ein junger Christ, der seine Grundausbildung bei der Bundeswehr machte. Er war zusammen mit 8 Männer auf einem Zimmer.
Er hat von Anfang an vor den Augen der anderen jeden Tag seine Bibel gelesen und aus seinem Christsein kein Geheimnis gemacht. Die anderen machten sich zwar immer mal wieder über ihn lustig, besonders wenn sie angetrunken waren. Aber im Großen und Ganzen haben sie ihn geachtet.
An einem Abend hatte sich einer der Männer etwas angetrunken und hielt die anderen durch irgendwelche Witzeleien bei guter Laune. Dann sah er plötzlich wie der Christ während der ganzen Zeit in seiner Bibel las.
Er ging zu ihm hin und frage: „Na, was liest Du denn wieder Schönes, willst Du uns nicht mal was vorlesen?“ Der Bruder in Christus was etwas überrascht und wusste zuerst nicht, was er antworten sollte. Dann viel ihm plötzlich ein Vers aus dem Galaterbrief ein:
„Irret euch nicht, Gott läßt sich nicht spotten! denn was irgend ein Mensch sät, das wird er auch ernten.“ (Gal 6,7).
Der Christ sagte zu dem angetrunkenen Mann: „Ja, das kann ich machen, aber vielleicht ist es noch besser, wenn Du uns einen Vers vorliest.“ Der Mann war einverstanden. Der Christ gab ihm seine Bibel und zeigt ihm den Vers.
In dem Zimmer war es inzwischen etwas ruhiger geworden. Alle warteten gespannt und neugierig auf das, was jetzt kommen würde. Währenddessen rief der junge Christ in einem inneren Stoßgebet zum Herrn, dass Er sich durch Sein Wort mächtig erweisen und einen Sieg schenken sollte!
Der Kamerad überflog den Vers. Doch anstatt ihn vorzulesen, wurde er unruhig und verlegen. Der Christ legte nach und sagte: „Jetzt lies doch, wir warten alle.“
Aber der Herr hatte schon durch sein Wort gewirkt. Der Spötter brachte es nicht über die Lippen diesen Vers vorzulesen. Er legte die Bibel auf den Tisch und zog sich schweigend zurück.
Alle waren natürlich erstaunt und wollte jetzt umso mehr wissen, was dort geschrieben stand. Deshalb forderten sie den Christen auf, ihnen den Vers vorzulesen. Und das hat er dann gemacht. Er las die Worte:
„Irret euch nicht, Gott lässt sich nicht spotten! denn was irgend ein Mensch sät, das wird er auch ernten.“
In dem Zimmer wurde es auf einmal ganz still. Und es war deutlich zu spüren, wie der Herr durch dieses Wort die Herzen und Gewissen getroffen hatte. So kann Gott sein Wort gebrauchen!
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