2022-07-26

Groß ist Seine Treue

„Deine Treue reicht bis zu den Wolken.“ (Psalm 36,6)

In enger Verbindung mit Gottes Unwandelbarkeit, einer Eigen­schaft, die nur Er hat, steht Seine Treue oder Seine Wahrhaftig­keit, der wir in bescheidener Weise auch nacheifern können. Der Herr ist in allen Dingen absolut zuverlässig und steht völlig zu Seinem Wort. Jede Verheißung wird garantiert erfüllt. Er kann weder lügen noch betrügen. Wegen der göttlichen Vollkommen­heit in diesem Bereich ist das Wort Gottes das Sicherste, was es im ganzen Universum gibt. Wenn Gott etwas sagt, kann man sich ohne Risiko darauf verlassen. Es wäre sogar unsinnig, wenn man Ihm nicht glaubt. Es ist Wahrheit, was der Herr sagt, sei es, was es sei.

Die Bibel ist voll von Versen, die von Gottes Treue erzählen. Hier sind einige davon:

„So erkenne denn, dass der HERR, dein Gott, der Gott ist, der treue Gott...“ (5. Mo 7,9).

„Von Geschlecht zu Geschlecht währt deine Treue.“ (Ps 119,90)

„Ja, die Gnadenerweise des HERRN sind nicht zu Ende, ja, sein Erbarmen hört nicht auf, es ist jeden Morgen neu, groß ist deine Treue.“ (Klgl 3,22-23)

„Gott ist treu, durch den ihr berufen worden seid in die Ge­meinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn.“ (1. Kor 1,9).

„Gott aber ist treu, der nicht zulassen wird, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet.“ (1. Kor 10,13).

„Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt.“ (1. Joh 1,9).

„... Jesus Christus, der treue Zeuge ...“ (Offb 1,5).

Bedenke, was wir der Treue Gottes verdanken! Dank Seiner Treue können wir wissen, dass Sein Weg der Erlösung der rich­tige ist. Dank Seiner Treue haben wir durch Sein Wort Heils­gewissheit. Dank Seiner Treue können wir sicher sein, dass unsere Sünden vergeben sind. Die Treue Gottes garantiert uns die Erfüllung aller Seiner Prophetien und Verheißungen.

Seine Treue wirkt auch Tag für Tag zu unserer Erhaltung. Wir erkennen Seine Treue zu Seinen Geschöpfen in 1. Mose 8,22: „Von nun an, alle Tage der Erde, sollen nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“

Sommer und Winter und Ernte und Saaten,

Sonne und Mond und des Sternhimmels Pracht

zeugen zusammen von deinen Taten,

von deiner Treue und Liebe und Macht.

Wir könnten wohl fragen: »Was verdanken wir denn nicht der Treue Gottes?« Aber diese göttliche Tugend sollte nicht nur als Ruhekissen, sondern auch als Ansporn dienen. Wir sollten Ihm dann nacheifern. Wir sollten treu in unserem Umgang miteinan­der sein, pünktlich in unseren Verabredungen, zuverlässig in un­seren Versprechungen. Wir sollten in unserem Eheversprechen treu sein. Unser Wort sollte verbindlich sein. Wenn wir einmal ein Zugeständnis gemacht haben, sollen wir dazu stehen, auch wenn es großen Verlust bedeutet (Ps 15,4). Wir sollten rückhaltlos ehrlich sein und Übertreibungen oder Halbwahrheiten ver­meiden. Wir sollten zu Hause, in der Gemeinde und in der Ar­beit treu sein, indem wir so leben, dass Er eines Tages sagen kann: „Recht so, du guter und treuer Knecht!“ (Mt 25,21.23).

Thomas O. Chisholm besingt Gottes Treue so:

Bleibend ist deine Treu, o Gott mein Vater;

du kennst nicht Schatten, noch wechselt dein Licht,

du bist derselbe, der du warst vor Zeiten,

an deiner Gnade es niemals gebricht.

Bleibend ist deine Treu, bleibend ist deine Treu.

Morgen für Morgen dein Sorgen ich seh.

All meinen Mangel hast du mir gestillet,

bleibend ist deine Treu, wo ich auch geh.

W.D.


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