2018-08-02

Nicht verstehen, sondern vertrauen!

„Habe ich dir nicht gesagt, wenn du glaubst, werdest du die Herrlichkeit Gottes sehen?“ (Joh 11,40).

Maria und Martha konnten die Handlungsweise ihres Herrn nicht verstehen. Beide sagten: „Herr, wärest du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben.“ Wir können daraus den Hintergedanken ablesen, den sie nicht aussprachen: „Herr, wir verstehen nicht, weshalb du so lange weggeblieben bist. Wir verstehen nicht, warum du es zugelassen hast, dass der Mann, den du liebtest, sterben mußte. Wir verstehen nicht, warum du Schmerz und Leid in unser Leben kommen ließest, wo doch deine Gegenwart alles hätte ändern können. Warum bist du nicht gekommen? Jetzt ist es zu spät, denn er ist schon vier Tage tot!“

Und auf all diese Fragen hatte Jesus nur eine Antwort: Du verstehst es vielleicht nicht, aber ich sage dir, wenn du glaubtest, würdest du sehen.

Abraham konnte nicht verstehen, warum Gott das Opfer seines Sohnes von ihm forderte, aber er glaubte Gott, und er sah die Herrlichkeit Gottes, als ihm sein Sohn wiedergegeben wurde.

Mose konnte nicht verstehen, weshalb Gott ihn 40 Jahre in der Wüste bleiben ließ, aber er glaubte, und er sah, als Gott ihn rief, Israel aus der Knechtschaft zu führen.

Und so ist es vielleicht auch in deinem Leben. Du sagst: „Ich verstehe nicht, warum Gott mir mein Liebstes genommen hat. Ich verstehe die verschlungenen Pfade nicht, die der Herr mich führt. Ich verstehe nicht, warum Pläne und Absichten, die in meinen Augen gut zu sein schienen, vereitelt wurden. Ich verstehe nicht, warum ich so lange auf Segnungen, die ich so nötig brauche, warten muß.“

Freund, du brauchst gar nicht alle Wege Gottes mit dir zu verstehen. Das erwartet Gott gar nicht von dir. Du erwartest ja auch nicht von deinem Kind, dass es dich in allem versteht, sondern nur, dass es dir vertraut. Eines Tages wirst du die Herrlichkeit Gottes in den Dingen sehen, die du nicht verstanden hast.

Unbekannt

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