2021-05-24

Was hat den höchsten Platz in deinem Leben?

„Martha aber war sehr beschäftigt mit vielem Dienen; sie trat aber hinzu und sprach: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester mich allein gelassen hat zu dienen? Sage ihr nun, dass sie mir helfen soll“ (Lk 10, 40).

Martha hat es ganz anders als Maria gemacht. Anstatt sich zu den Füßen Jesu niederzusetzen, hat sie sich sofort in den Dienst gestürzt, als Jesus das Haus betrat. Sie hat die Prioritäten falsch gesetzt. Der Dienst hat sie so sehr vereinnahmt, dass sie dadurch vom Herrn abgezogen wurde.

Das ist auch eine riesige Gefahr für uns heute: Dass wir dem Dienst einen höheren Stellenwert geben, als dem Herrn selbst. Das kann sehr schnell passieren. Hier ist das Ergebnis, dass Martha gestresst wird und dass Unzufriedenheit in ihrem Herzen aufkommt.

Es hat mal jemand gesagt: „Wer mehr will als Gott will, wird nervös“. Das bedeutet, dass, wenn wir uns mehr aufladen, als was Gott eigentlich von uns möchte, irgendwann Stress und Unzufriedenheit in unseren Herzen aufkommen wird, weil wir merken, dass es nicht rundläuft und der Segen und innere Friede fehlt.

Der Herr Jesus hat in dieser Situation gar nicht von Martha verlangt, dass sie dienen sollte. Wenn sie die richtige Einstellung gehabt und so wie Saulus gefragt hätte: „Was soll ich tun, Herr?“, dann hätte sie wahrscheinlich wirklich in Ruhe zuerst einmal Platz genommen zu den Füßen des Herrn.

Die Frage ist: „Was ist unsere Priorität?“ Ist es der Dienst, oder ist es die Gemeinschaft mit dem Herrn? Der Dienst muss immer aus der Gemeinschaft mit dem Herrn hervorgehen. Das ist das Prinzip - und niemals umgekehrt.

J.P.S.


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