2024-02-13

Bei der eigenen Aufgabe bleiben

„Und jene Aufseher versorgten den König Salomo und alle, die zum Tisch des Königs Salomo kamen, jeder in seinem Monat; sie ließen es an nichts fehlen. Und die Gerste und das Stroh für die Pferde und für die Renner brachten sie an den Ort, wo er war, jeder nach seiner Vorschrift.“ (1. Könige 5,7.8)

Die Diener Salomos waren verpflichtet, seinen Vorschriften zu ge­horchen. Einige von ihnen hatten fette Rinder für Salomos Tisch zu liefern, andere hatten darauf zu achten, dass zu demselben Zweck Rehe gejagt und Vögel gemästet wurden.

Andere wiederum waren beauftragt, Gerste und Stroh für die Rosse zu liefern. Wenn sie nicht an ihrem Platz geblieben wären, wenn zum Beispiel der Mann, der Gerste für die Rosse zu liefern hatte, die Küken damit gefüttert hät­te, wäre eine große Verwirrung entstanden.

Lieber Freund, wenn du nicht das tun willst, wofür du bestimmt bist, sondern durchaus etwas versuchen musst, was außerhalb deines Aufgabenbereiches liegt, geht alles verkehrt. Das Auge ist sehr nütz­lich, aber wenn es sich beharrlich weigerte zu sehen und durchaus hören wollte, würden wir auf der Straße überfahren werden.

Lieber Freund, weißt du, was du tun kannst, wozu dich der Herr begabt hat und worin er dich gesegnet hat? Dann bleibe dabei und klage nie­mals über deine Aufgabe! Kritisiere nicht andere, deren Werk von dem deinigen verschieden ist.

Der kleine Finger verrichtet Dienste, die der Daumen nicht kann, und für den Daumen gibt es Dinge, die der Zeigefinger nicht zu tun vermag. So sollte es in der Gemeinde Gottes sein: Jeder sollte seine Aufgabe erkennen und sie in der Kraft des Heiligen Geistes und aus Liebe zum Herrn Jesus ausfüh­ren.

Beachtet, dass einige von uns verpflichtet sind, mehr als andere zu tun. Manche von uns tragen besondere Verantwortung, und wenn wir sagten: „Ich will nicht mehr tun als alle anderen auch!“, würden wir nicht für die Steilung taugen, in die Gott uns berufen hat. Mir ist nicht bange, dass jemand von euch zuviel für Christus tun wird; aber ich möchte, ihr versuchtet es.

Prüft einmal, ob ihr zu aufopfernd, zu eifrig oder zu hingebend sein könntet. Ich habe nie einen gekannt, der sich eines so seltenen „Verbrechens“ anklagen konnte. Nein, wir fühlen alle, dass unser Herr alles, was wir tun könnten, verdient - und weit mehr!

C.H.S.


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