2019-12-13

Benutze, was Gott Dir gegeben hat!

„Denn ich sage euch: Jedem, der da hat, wird gegeben werden; von dem aber, der nicht hat, von dem wird selbst, was er hat, weggenommen werden.“ (Lukas 19,26)

Das Wort „hat“ am Anfang unseres Verses bedeutet mehr, als nur Besitz zu haben. Es schließt den Gedanken ein, dass wir dem gehorchen, was uns gelehrt worden, und das gebrauchen, was uns anvertraut worden ist. Mit anderen Worten: Es geht nicht nur um das, was wir haben, sondern darum, was wir mit dem, was wir haben, tun.

Wir haben hier ein wichtiges Prinzip für das Bibelstudium vor uns. Wenn wir dem Licht folgen, das wir empfangen, dann schenkt uns Gott mehr Licht. Derjenige, der die größten Fortschritte im Leben als Christ macht, ist der, der entschlossen ist, alles zu tun, was die Bibel sagt, auch wenn kein anderer in seiner Umgebung genauso handelt. Es ist also keine Frage unseres Intelligenzquotienten.

Was wirklich zählt, ist der Gehorsamsquotient. Die Schrift öffnet ihre Schatzkammern am bereitwilligsten dem gehorsamen Herzen. Hosea hat es gut ausgedrückt: „Dann werden wir erkennen, wenn wir seiner Erkenntnis folgen“ (6,3; engl. Übersetzung). Je mehr wir praktizieren, was wir gelehrt worden sind, desto mehr wird der Herr uns offenbaren. Information plus Anwendung führt zu Multiplikation. Information ohne Anwendung führt zu Stagnation, zum Stillstand.

Dieser Grundsatz gilt auch für die Verwendung unserer Gaben und Talente. Der Mann, dessen Pfund sich zu zehn Pfund vermehrt hatte, erhielt Gewalt über zehn Städte, und der, dessen Pfund fünf Pfund eingetragen hatte, empfing die Herrschaft über fünf Städte (Lukas 19,16-19).

Dies zeigt, dass der richtige Umgang mit den uns anvertrauten Dingen mit größeren Vorrechten und größerer Verantwortung belohnt wird. Der Mann, der mit seinem Pfund nichts tat, verlor es. Wer sich also weigert, das, was er hat, für den Herrn zu gebrauchen, verliert schließlich die Fähigkeit dazu, auch wenn er es dann möchte. „Wenn du es nicht gebrauchst, verlierst du es.“

Wir wissen, dass, wenn wir irgendeinen Teil unseres Körpers nicht gebrauchen, die Muskulatur verkümmert oder schwindet. Eine normale körperliche Entwicklung geschieht durch ständigen Gebrauch der Gliedmaßen. Im geistlichen Leben ist es ebenso. Wenn wir unsere Gabe vergraben, sei es nun aus Furchtsamkeit oder aus Faulheit, dann können wir bald feststellen, dass Gott uns beiseitestellt und andere an unserer Stelle gebraucht.

Deshalb ist es von äußerster Wichtigkeit, dass wir den Vorschriften der Schrift gehorchen, ihre Verheißungen im Glauben in Anspruch nehmen und die Fähigkeiten, die Gott uns gegeben hat, mit Fleiß und regelmäßigem Einsatz gebrauchen.

 

W.D.


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