2026-08-21

Der Helfer, der selbst gelitten hat

Gottes Kraft wird in Schwachheit vollbracht. Oft lässt er uns unsere eigene Schwachheit spüren, damit wir lernen, uns ganz auf ihn zu stützen. Damit wir mit offenen Händen seine Hilfe in Anspruch nehmen.

Manchmal führt er uns in Situationen, in denen menschliche Hilfe nicht mehr ausreicht. Gerade dann bewahrheitet sich, was ein Liederdichter einmal treffend formulierte:

„Wo der Menschen Hilf' zu Ende, bleiben mächtig deine Hände.“

Oder wie es in Psalm 72,12 heißt:

„Denn erretten wird er den Armen, der um Hilfe ruft, und den Elenden, der keinen Helfer hat“ (Ps 72,12).

Wenn wir keinen Ausweg mehr sehen, ist Gottes Hilfe noch lange nicht am Ende.

Und doch gab es einen Menschen, der tiefer in Elend und Verlassenheit hineinging als jeder andere: Jesus Christus am Kreuz von Golgatha.

Von Menschen verlassen, seiner Kleidung beraubt und zwischen Himmel und Erde hängend, trug er dort unvorstellbare Leiden.

In Psalm 40 wird prophetisch angedeutet, was sich in diesen Stunden in seinem Herzen abspielte:

„Ich aber bin elend und arm; der Herr denkt an mich. Meine Hilfe und mein Erretter bist du; mein Gott, zögere nicht!“ (Ps 40,18)

Selbst am Kreuz vertraute er auf Gott als seine Hilfe und seinen Erretter.

Ähnlich lesen wir in Jesaja 50,9:

„Siehe, der Herr, Jahwe, wird mir helfen: Wer ist es, der mich für schuldig erklären könnte?“ (Jes 50,9)

Trotz allen Widerstands und aller Anfeindungen hielt er unbeirrbar an seinem Vertrauen fest. Sein Vertrauen in die Hilfe Gottes war unerschütterlich.

Denken wir nur daran, wie viel er hier auf der Erde gelitten hat. Wie viel Hass, Ablehnung und Widerstand ihm begegneten. Dazu kamen die Versuchungen und Angriffe des Teufels. Immer wieder wurden die Pfeile des Bösen auf ihn abgeschossen.

Doch Jesus blieb standhaft.

Er bewies, dass er der große Überwinder ist. Nichts und niemand konnte ihn zu Fall bringen.

Und genau deshalb kann er uns heute in ganz besonderer Weise helfen.

Aufgrund seiner eigenen Erfahrungen als Mensch versteht er unsere Kämpfe und Nöte vollkommen.

Darum sagt Hebräer 2,18 über ihn:

„denn worin er selbst gelitten hat, als er versucht wurde, vermag er denen zu helfen, die versucht werden.“

Was für ein Trost!

Dein Helfer und Hoherpriester weiß genau, wie es sich anfühlt, wenn der Feind angreift. Er weiß, was Versuchung bedeutet. Er kennt die Last des Leidens und die Schwere des Kampfes.

Doch er hat überwunden.

Und weil er überwunden hat, kann er auch dir helfen, ein Überwinder zu sein.

Deshalb dürfen wir in Zeiten der Anfechtung nicht auf unsere eigene Kraft schauen, sondern auf den Herrn Jesus. Auf den, der selbst gelitten hat. Auf den, der selbst versucht wurde. Und auf den, der heute zur Rechten Gottes lebt, um denen beizustehen, die auf ihn vertrauen.

J.P.S.


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