2018-03-09

Ein tiefgründiges Leben

„... weil es nicht tiefe Erde hatte“ (Mt 13,5b).

Aus der Erklärung dieses Gleichnisses Jesu geht hervor, daß unsere Herzen mit dem Erdboden verglichen werden können. Der gute Same fiel auf felsigen Boden. Die Leute mit dem Boden ohne viel Erde sind diejenigen, die kein lohnendes Ziel verfolgen, die sich von einer sanft vorgetragenen Bitte, einer guten Predigt beeinflussen lassen.

Zuerst sieht es so aus, als ob sie etwas vom Wort Gottes erfaßt hätten, aber da ist »nicht viel Erde«, das heißt keine Tiefe, keine tiefe, ehrliche Absicht, kein aufrichtiges Verlangen, seine Aufgaben zu erkennen, um sie dann zu tun. Lasst uns den Boden unseres Herzens prüfen!

Ein römischer Soldat wurde von seinem Vorgesetzten gewarnt: Wenn er darauf bestehe, eine gewisse Reise zu unternehmen, würde es ihn wahrscheinlich das Leben kosten. Darauf antwortete der Soldat: »Es ist wichtig, daß ich gehe; aber es ist nicht wichtig, daß ich lebe.«

Das war Tiefe. Wenn wir etwas von dieser Überzeugung haben, werden wir etwas erreichen. Oberflächliche Menschen handeln aus Impulsen heraus, lassen sich von Eindrücken, Eingebungen, Instinkten leiten und sind weitgehend von ihrer Umgebung abhängig. Tiefangelegte Menschen sehen über all diese Dinge hinaus und gehen zielbewußt ihren Weg, dringen durch alle Stürme und Wolken hindurch in den hellen Sonnenschein hinein, der immer auf der anderen Seite ist und warten auf das »Hernach«, das Leid, scheinbare Niederlagen und Versagen wiedergutmacht.

Wenn Gott uns in die Tiefe geführt hat, kann er uns seine tieferen Wahrheiten und seine tiefsten Geheimnisse anvertrauen. Herr, führe mich in die Tiefen deines Lebens, und bewahre mich vor einem oberflächlichen Leben!

Unbekannt

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