2019-09-20

Glaubensgehorsam und die Herrlichkeit Gottes

„Jesus spricht: Nehmt den Stein weg! Die Schwester des Verstorbenen, Martha, spricht zu ihm: Herr, er riecht schon, denn er ist vier Tage hier. Jesus spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubtest, so würdest du die Herrlichkeit Gottes sehen? Sie nah­men nun den Stein weg.“ (Joh 11,39-41)

Glaubensvertrauen ist das Auge, durch das wir die Herr­lichkeit Gottes sehen können. „Euch geschehe nach eurem Glauben“ (Mt 9,29) hat der Herr Jesus einmal zu zwei Blin­den gesagt. Daraufhin wurden ihnen die Augen geöffnet. Oft ist es der Unglaube, der das Wirken Gottes behindert, wie Matthäus 13,58 deutlich macht: „Und er tat dort nicht viele Wunderwerke wegen ihres Unglaubens.“ Wie viel von Gottes herrlichem Handeln könnten wir im Alltag sehen und dann dabei erleben, wie Er auch heute noch Berge versetzt (s. Mt 17,20), wenn wir Ihm mehr und kindlicher vertrauen wür­den!

Der Sohn Gottes wusste von Anfang an, dass Gott die Krank­heit von Lazarus zulassen würde, um dadurch Seine Herr­lichkeit ans Licht zu bringen (s. Joh 11,4). Er liebte diese Familie in Bethanien und sie liebte Ihn. Paulus schreibt: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken“ (Röm 8,28). So war es auch in diesem Fall.

Ähnlich wie bei Jairus (s. Mk 5,36) forderte der Herr auch sie dazu auf, Ihm in dieser scheinbar hoffnungslosen Situation zu vertrauen. Nachdem sie schließlich im Glaubensge­hor­sam den Stein vor der Gruft wegnahmen, offenbarte der Herr Jesus die Herrlichkeit Gottes. Manchmal können wir das wunderbare Handeln Gottes nur dann sehen, wenn wir zuerst einen Schritt im Glaubensgehorsam tun.

Jairus sah die Herrlichkeit Gottes, weil er die Worte Jesu „Fürchte dich nicht; glaube nur“ (Mk 5,36) befolgte und weiter mit Ihm ging. Petrus musste zuerst mitten am Tag im Glau­bens­gehorsam hinausfahren auf die Tiefe und die Netze zum Fang hinablassen, um die Herrlichkeit Gottes zu sehen (s. Lk 5,4-6). Zwei von den Jüngern Jesu sollten im Glau­bens­gehorsam in ein Dorf gehen und einfach eine Eselin, die einem Fremden gehörte, losbinden, im Vertrauen darauf, dass ihnen keine Schwierigkeiten gemacht würden, wenn sie sagten: „Der Herr bedarf ihrer“ (Mt 21,2.3). Auch Ananias sah erst, was die wunderbare Gnade Gottes zustande brin­gen kann, als er, nach anfänglichem Zögern, im Glaubens­gehorsam den aufsuchte, der bis dahin die Gläubigen bis aufs Blut verfolgt hatte (s. Apg 9,17.18).

Gott möchte, dass wir Ihm vertrauen, wenn Er uns Aufträge gibt - selbst wenn sie vielleicht zunächst für uns keinen Sinn ergeben oder wir nicht überblicken können, was sich daraus ergeben wird. Auch uns ruft der Herr Jesus in solchen Situa­tionen zu: „Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubtest, so würdest du die Herrlichkeit Gottes sehen?“ (Joh 11,40).

Gibt es in deinem Leben etwas, wovon du eigentlich weißt, dass du es tun sollst, bei dem du jedoch zögerst, weil du die Konsequenzen fürchtest? Was hindert dich daran, „loszulassen“ und dem Herrn einfach „blind“ zu vertrauen? Wag den Schritt aufs Wasser, um mehr zu erleben, wie wunderbar Er handelt!

J.P.S.


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