2026-06-10

Was wahren Glauben kennzeichnet

Wir sollen jeden Tag aus Glauben leben. Wir sollen Gott vertrauen. Wir sollen Ihn beim Wort nehmen. Uns auf Seine Zusagen stützen.

Deshalb steht auch direkt am Anfang von Hebräer 11: “Der Glaube aber ist eine Verwirklichung dessen, was man hofft, eine Überzeugung von Dingen, die man nicht sieht.” Der Glaube macht aus einer vagen Hoffnung eine feste Gewissheit. Er antizipiert die Zukunft. Er holt sie sozusagen in die Gegenwart.

Und wenn wir das tun, dann werden wir mit Vorfreude leben. Vorfreude auf das Kommen des Herrn. Vorfreude auf den Himmel. Auf den Preisrichterstuhl des Christus. Die Hochzeit des Lammes. Das tausendjährige Friedensreich. Das Haus des Vaters. Den ewigen Zustand.

Das sind ja alles Dinge, die Gott uns versprochen hat. Und die schon sehr bald für uns Wirklichkeit werden können.

Es ist ja sehr interessant, dass diese Aussage “Der Gerechte wird aus Glauben leben” eigentlich die Einleitung zu Hebräer 11 ist. Also dem wunderbaren Kapitel, in dem uns eine ganze Galerie von Glaubenshelden gezeigt wird. Männer und Frauen, die alle in der einen oder anderen Weise Gott durch Vertrauen geehrt haben. Von denen wir praktische Lektionen für unser Glaubensleben lernen können.

Von Mose wird beispielsweise gesagt, dass er durch Glauben lieber wählte: “mit dem Volk Gottes Ungemach zu leiden, als den zeitlichen Genuss der Sünde zu haben, indem er die Schmach des Christus für größeren Reichtum hielt als die Schätze Ägyptens; denn er schaute auf die Belohnung” (Heb 11,25.26). Der Glaubensblick nach vorne hat ihm geholfen, gegenwärtiges Leid zu überwinden.

Und das Schöne ist, dass ganz am Ende dieser Galerie von Glaubenshelden Jesus Christus gezeigt wird: Der Anfänger und Vollender des Glaubens. Er hat sie alle bei weitem übertroffen. Deshalb ist Er auch unser perfektes Vorbild. Denn Er hat als einziger Mensch von A bis Z aus Glauben gelebt und Gott durch Vertrauen geehrt.

Und dabei hatte Er immer auch die Zukunft vor Augen. Denn Er hat um der vor Ihm liegenden Freude Willen das Kreuz erduldet. Er war völlig davon überzeugt, dass nach den Leiden auf der Erde die Freude des Himmels auf Ihn wartet. Dass Er Frucht sehen wird von der Mühsal Seiner Seele - wie es mal in Jesaja 53 heißt.

In Psalm 16,11 sagt Er prophetisch: “Du wirst mir kundtun den Weg des Lebens; Fülle von Freuden ist vor deinem Angesicht, Lieblichkeiten in deiner Rechten immerdar.” Das war Seine felsenfeste Hoffnung.

Und diese Glaubensgewissheit hat Ihn mit dazu motiviert nicht aufzugeben. Nicht zu resignieren. Sondern mit Ausharren weiterzugehen. Bis Er triumphierend rufen konnte: “Es ist vollbracht.”

Und während wir jetzt noch den Wettlauf des Glaubens laufen, sollen wir einen klaren Fokus haben: “Hinschauend auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens.” Das heißt: Fokussiere dich nicht auf die Nöte, die Probleme und die Enttäuschungen. Fokussiere dich auf Christus.

So wie Petrus, der aus dem Boot ausgestiegen ist. So lange er seinen Blick auf Christus fixiert hatte, konnte er auf den Wellen gehen. Da wurde er sozusagen von den Umständen nicht runtergezogen. Aber das hat sich geändert, als sich sein Fokus verschoben hat. Als er nicht mehr im Glauben auf Christus geschaut hat.

J.P.S.


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