2026-05-24

Wenn unsere Kraft endet, beginnt Gottes Eingreifen

Das Volk Israel hat eine beeindruckende Geschichte. In 5. Mose 7??sagt Gott ausdrücklich, dass Er dieses Volk nicht erwählt hat, weil es größer gewesen wäre als andere Völker. Im Gegenteil. Es war das Geringste unter allen Völkern. Doch gerade durch sie wollte der HERR sich verherrlichen. Durch sie wollte Er Seine Macht sichtbar machen.

Denke nur an die Situation am Rotes Meer. Der HERR führt das Volk ganz bewusst in eine scheinbare Sackgasse. Links Berge. Rechts Berge. Vor ihnen das Meer. Hinter ihnen der Pharao mit seiner Armee, die immer näher kommt. 

Das Volk spürt seine Schwachheit und Hilflosigkeit. Es verzweifelt. Doch genau in diesem Augenblick macht Mose Mut und sagt: „Der HERR wird für euch kämpfen, und ihr werdet still sein“ (2. Mo 14,13). 

Und genau das geschieht. Gott greift so ein, dass Er allein die Ehre bekommt. 

Immer wieder kam Israel in Situationen, in denen Feinde viel stärker waren als sie. Und immer wieder stand dieselbe Frage im Raum: Wie werden sie reagieren? 

Es gab nur zwei Möglichkeiten. Entweder auf sich selbst und die eigene Schwachheit schauen - und verzweifeln. Oder den Blick zum Himmel erheben und Rettung von Gott erwarten. 

Genau das tun sie in 2. Chronika 20, als der Feind erneut weit mächtiger ist. Sie beten: „Unser Gott, willst du sie nicht richten? Denn in uns ist keine Kraft vor dieser großen Menge, die gegen uns kommt; und wir wissen nicht, was wir tun sollen, sondern auf dich sind unsere Augen gerichtet“ (2. Chr 20,12). 

Und Gott bekennt sich mächtig dazu. Er schenkt ihnen den Sieg. Es ist eines von vielen ermutigenden Beispielen für Menschen, die „aus der Schwachheit Kraft gewannen, im Kampf stark wurden“ (Hebr 11,34). 

Wenn du das nächste Mal vor Herausforderungen stehst, die dich weit übersteigen, dann mach nicht den Fehler, dich nur mit dir selbst und deiner Unfähigkeit zu beschäftigen. Schau nach oben. Wie es in den Psalmen heißt: „Ich erhebe meine Augen zu den Bergen: … [und kurz danach] … Meine Hilfe kommt von dem HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat“ (Ps 121,1-2).

J.P.S.


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