2018-04-16

Glaube und Widerstand

Jemand hat einmal treffend gesagt: „Echter Glaube nimmt immer zu wenn Widerstand kommt, während eine falsche Zuversicht dadurch nur zugrunde geht.“ Georg Müller schreibt dazu: „Anfechtungen, Widerstände, Schwierigkeiten und manchmal sogar Niederlagen sind die eigentliche Nahrung des Glaubens!“

Warum ist das so? Weil Gegenwind oft unser Selbstvertrauen bricht und uns auf den Herrn wirft. Durch Widerstand lehrt der Herr uns, dass wir ganz auf Ihn angewiesen sind. Wir blicken auf Ihn weil wir realisieren, dass wir ohne Ihn nichts tun können – und genau das stärkt den Glauben. Gerade dann heißt es:

„Fürchte dich nicht; glaube nur!“ (Mk 5,36)

Selbstvertrauen und Gottvertrauen können nicht nebeneinander bestehen. Entweder wir stützen uns auf unsere Kraft und Fähigkeiten oder wir stützen uns auf den Herrn. Gelebter Glaube zeigt sich in gelebter Abhängigkeit von Gott!

Wenn Gott in unser Leben hineinspricht, indem Er uns ein persönliches Versprechen gibt, kann es sein, dass sich die Dinge zunächst einmal ganz anders entwickeln, als wir es erhoffen und erwarten würden. So war es bei Abraham und auch bei seinem Urenkel Joseph. Was sollen wir tun, wenn die Erfüllung des Versprechens menschlich gesehen aussichtslos erscheint? Der Vater der Glaubenden hat „gegen Hoffnung, auf Hoffnung geglaubt“ und Gott dadurch die Ehre gegeben (Rom 4,18-20)!

Mose erlebte die Wut und den Widerstand des Pharao. Dieser Mann, der als er gerufen wurde Gott darum bat einen anderen zu senden, wurde durch den Glauben dazu befähigt unter gewaltigem Druck nicht zusammenzubrechen oder einzuknicken. „Durch Glauben verließ er Ägypten und fürchtete die Wut des Königs nicht; denn er hielt standhaft aus, als sähe er den Unsichtbaren“ (Heb 11,27). Am roten Meer angekommen konnte er durch Glauben in einer scheinbar ausweglosen Situation sagen: „Fürchtet euch nicht! Steht und seht die Rettung des HERRN, die er euch heute verschaffen wird“ (2.Mose 14,13)

Wir haben andere Widerstände, aber denselben Gott, dem wir glauben und auf den wir vertrauen dürfen!

„Es kennzeichnet den Glauben, dass er auf Gott rechnet, nicht nur trotz der Schwierigkeiten, sondern sogar trotz Unmöglichkeiten.“ (JND)

Es ist der Glaube, der aus dem Feuerofen wie reines Gold hervorgeht, der für Gott so wertvoll ist!

J.P.S.


Artikelreihe: Gelebter Glaube

Wie Gott den Glauben übt Glaubensenergie und Glaubenserfahrung

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