2019-05-07

Der weitere Ausblick

„Und er führte ihn hinaus und sprach: Blicke doch zum Himmel…“ (1. Mose 15,5)

Abrahams Zelt wurde durch den Himmel ausgetauscht. Abraham saß mürrisch in seinem Zelt: Gott brachte ihn nach draußen unter die Sterne. Dies ist immer die Richtung der göttlichen Führung. Gott führt uns aus unseren kleinen Gefängnissen und stellt unsere Füße auf einen weiten Grund. Er wünscht sich für uns Weite und Größe unseres Blicks. Denn „wie die Himmel höher sind als die Erde“ (Jesaja 55,9), so sind Seine Gedanken höher als unsere Gedanken, und Seine Wege als unsere Wege.

Er wünscht uns sozusagen, dass wir unser Zelt gegen den Himmel austauschen und in den großartigen, weiten Gedanken Seiner Absichten und Seines Willens leben und uns bewegen. Was ist der Charakter unserer Liebe? Ist sie das Ergebnis unseres Zeltes, oder des Himmels? Erstreckt sie sich über weiten Raum, indem sie das Gute für den anderen sucht? Oder lebt sie in egoistischer Zurückgezogenheit, gefangen durch selbstsüchtige Bestrebungen?

Was ist die Natur unserer Gebete? Wie groß sind sie? Kann ein Zelt sie erfassen, oder bewegen sie sich in der Weite und Größe der Himmel? Beinhalten sie nur unsere eigenen Familien oder beziehen sie China und Indien und „die Enden der Erde“ mit ein (Psalm 2,8)?

„Blicke doch zum Himmel!“ Das muss unser Ausblick sein, wenn wir Gefährten Gottes sind.

J.H.J.


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