2018-04-10

Aufbrechen ins Unbekannte?

„... und er zog aus und wusste nicht, wo er hinkäme“ (Hebr 11,8).

Bist du schon einmal so „ausgezogen“? Wenn das so ist und du jetzt gefragt wirst, was du tun willst, kannst du keine vernünftige Antwort geben. Eine der schwierigsten Fragen bei der Arbeit für Gott ist: „Was hast du vor?“ Man weiß nicht, was man tun wird. Man weiß nur, dass Gott weiß, was er tut.

Achte immer auf deine Haltung Gott gegenüber, ob du auf jedem Gebiet deines Lebens bereit bist „auszuziehen“ und dich ganz auf Gott zu verlassen. Dann bist du immer voller Erwartung, denn du weißt ja nie, was Gott gleich tun wird. Jeden Morgen beim Aufwachen gibt es wieder eine Möglichkeit, so „auszuziehen“ und dein Vertrauen auf Gott zu setzen. „Sorgt nicht um euer Leben, ... auch nicht um euren Leib ...“ (Lk 12,22). Mit anderen Worten: Lass dich nicht von dem beunruhigen, was dich beschäftigt hat, bevor du so aufgebrochen bist.

Hast du versucht, von Gott zu erfahren, was er als Nächstes vorhat? Das wird er dir nie sagen. Gott lässt uns nicht seine nächsten Pläne wissen — er zeigt uns, wer er ist. Glaubst du an einen Gott, der Wunder tut, und bist du bereit, in völliger Abhängigkeit von ihm „auszuziehen“, bis dich keine seiner Taten mehr im Geringsten überrascht?

So wie Gott dir begegnet, wenn du ihm am allernächsten bist, so ist er immer. Nimm das als Tatsache. Und dann denke, wie unnötig und respektlos es ist, sich Sorgen zu machen! Mache die ständige Bereitschaft, in Abhängigkeit von Gott aufzubrechen, zu deiner Grundhaltung, dann wird dein Leben eine unerklärliche, gottgewirkte Anziehungskraft gewinnen, an der Jesus viel Freude hat.

Du musst dieses Aufbrechen mit Hilfe deiner Überzeugungen, deines Glaubens oder von Erfahrungen lernen, bis du in deinem Glauben so weit kommst, dass nichts mehr zwischen dir und Gott steht.

O.Ch.

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