2018-11-03

Das Evangelium der Herrlichkeit des Christus

„... das Evangelium der Herrlichkeit des Christus.“ (2. Korinther 4,4)

Wir sollten niemals vergessen, dass das Evangelium die frohe Botschaft von der Herrlichkeit Christi ist. Natürlich hat es Den zum Inhalt, der gekreuzigt und begraben wurde. Aber Er ist jetzt nicht mehr am Kreuz, Er ist nicht mehr im Grab. Er ist auferstanden, ist aufgefahren in den Himmel und ist jetzt der verherrlichte Mensch zur Rechten Gottes.

Wir stellen Ihn den Menschen nicht als den einfachen Zimmermann aus Naza­reth vor, nicht als den leidenden Gottesknecht oder den Unbekannten aus Galiläa. Erst recht präsentieren wir Ihn nicht als den verweichlichten Humanitätsapostel der modernen religiösen Kunst.

Wir predigen den Herrn des Lebens und der Herrlichkeit. Er ist Derjenige, den Gott hoch erhoben und Ihm einen Namen gegeben hat, der über jeden Namen ist. Vor Seinem Namen wird jedes Knie sich beugen, und jede Zunge wird bekennen, dass Er Herr ist, zur Verherrlichung Gottes, des Vaters. Er ist mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt, ein Fürst und ein Erretter.

Allzu oft verunehren wir Ihn durch die Botschaft, die wir predigen. Wir verherr­lichen den Menschen mit seinen Talenten und erwecken den Eindruck, dass Gott eigentlich froh sein müsste, dass ein solcher Mensch Ihm dient. Wir vermitteln die Vorstellung, als ob der Mensch Gott einen großen Gefallen tut, wenn er Ihm ver­traut. Das ist aber nicht das Evangelium, das die Apostel predigten. Sie sagten prak­tisch: „Ihr seid des Mordes des Herrn Jesus Christus schuldig. Ihr habt Ihn genom­men und mit gesetzlosen Händen ans Kreuz genagelt. Aber Gott hat Ihn von den Toten auferweckt und Ihn zu Seiner Rechten im Himmel verherrlicht. Dort ist Er jetzt in einem verherrlichten Leib aus Fleisch und Gebein. In Seiner vom Mal der Nägel gezeichneten Hand hält Er das Zepter des ganzen Universums. Er wird wie­derkommen und den Erdkreis in Gerechtigkeit richten. Deshalb müsst ihr Buße tun und euch im Glauben an Ihn wenden. Es gibt keine andere Möglichkeit der Erret­tung. „Denn auch kein anderer Name ist unter dem Himmel, der unter den Men­schen gegeben ist, in welchem wir errettet werden müssen.“

O dass wir doch einen neuen Blick für den verherrlichten Sohn des Menschen bekommen! Und eine Zunge, die die Myriaden von Herrlichkeiten verkündigt, die Seine Stirn krönen! Gewiss würden dann, wie einst zu Pfingsten, Sünder wieder vor Ihm erzittern und ausrufen: „Was sollen wir tun, Brüder?“

W.D.

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