2018-10-21

Der Gott, der Wunder tut

„Wer ist dir gleich unter den Göttern, HERR! Wer ist dir gleich, herrlich in Heiligkeit, furchtbar an Ruhm, Wunder tuend!” (2.Mo 15,11).

Nachdem der HERR die Israeliten mit seiner starken Hand und seinem ausgestreckten Arm aus Ägypten herausgeführt hat, besingt dieses erlöste Volk die Größe und Herrlichkeit Gottes. Es ist das erste Lied im Wort Gottes, in dem wunderbare Aspekte der Macht und Majestät Gottes erwähnt werden:

Gott ist hoch erhaben, d.h. Er herrscht und triumphiert über alles. Sein Name ist "Jehova" oder "Jahwe", was "der Ewige" bedeutet; der große "ICH BIN", der sich nicht verändert und ewig in sich selbst existiert. Seine gewaltige Rechte, womit Er die Ägypter zerschmettert hat, ist herrlich in Macht. In der Größe seiner Hoheit reißt Er alles nieder, was sich gegen Ihn erhebt. Der Hauch seiner Nase genügt, damit sich gewaltige Wassermengen auftürmen und Strömungen feststehen wie ein Damm. Ein weiteres Mal haucht Er mit seinem Odem und lässt dadurch das Meer über die Ägypter hereinbrechen. Durch seinen starken Arm werden ganze Völker in Furcht und Schrecken versetzt.

Gott kann mit nichts und niemandem verglichen werden, denn Er allein ist herrlich in Heiligkeit, furchtbar an Ruhm und derjenige, der Wunder tut. Seine Einzigartigkeit wird sowohl in seinem wunderbaren Wesen, als auch in seinem herrlichen Handeln sichtbar. Manoah und seine Frau hörten, dass der Name Gottes wunderbar ist und sie sahen, wie Er wunderbar handelte (vgl. Rich 13,18-19). Als der Sohn Gottes auf dieser Erde war tat Er „mächtige Taten und Wunder und Zeichen“ (Apg 2,22). Schon das Alte Testament sagt über Ihn: „Und man nennt seinen Namen Wunderbarer“ (Jes 9,6). Er ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit!

Dass Gott herrlich in Heiligkeit ist, hat auch Jesaja in eindrücklicher Weise erlebt. Als der Prophet den souveränen Herrscher auf seinem hohen und erhabenen Thron sitzen sieht, hört er wie die Seraphim, die im Glanz seiner Majestät ihre Angesichter bedecken, ausrufen: „Heilig, heilig, heilig ist der HERR der Heerscharen.“ Im gleichen Atemzug beschreibt er, wie die überwältigende Herrlichkeit Gottes den Tempel erfüllt (vgl. Jes 6,1-4).

Die Befreiung Israels durch das Rote Meer war ein gewaltiges Wunder, dass es nie zuvor gegeben hatte. Als die Bewohner Kanaans davon erfuhren, zerschmolz ihr Herz (vgl. Jos 2,11). Gott hatte sich durch seine mächtigen Taten einen Namen gemacht, der von da an gerühmt und gefürchtet wurde (vgl. Neh 9,10).

Der Psalmist betet und sagt: „Keiner ist wie du, Herr, unter den Göttern, und nichts ist deinen Werken gleich … Denn du bist groß und tust Wunder, du bist Gott, du allein“ (Ps 86,8.10). Das Bewusstsein der Größe und wunderbaren Macht Gottes führte ihn dazu, um zwei Dinge zu bitten: „Lehre mich, HERR, deinen Weg: Ich werde wandeln in deiner Wahrheit; einige mein Herz zur Furcht deines Namens“ (Ps 86,11). Je mehr wir in der Erkenntnis Gottes wachsen, desto mehr sollte es auch unser Verlangen sein, von diesem wunderbaren Gott belehrt zu werden und in wahrer Gottesfurcht zu wachsen. „Damit, wie geschrieben steht: „Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn“ (1.Kor 1,31 ; vgl. Jer 9,23).

Was ruft die Aussage des Psalmisten: „Denn du bist groß und tust Wunder, du bist Gott, du allein“ bei Dir hervor wenn Du in Ruhe darüber nachdenkst? Welche Auswirkung haben diese Worte auf Dein Gebetsleben? Traust Du Gott zu, dass Er auch heute noch großartige und wunderbare Dinge tun kann? Rechnest Du damit?

J.P.S.


Artikelreihe: Herrlichkeiten des Heiligen

Die Herrlichkeit des Schöpfers Der Heilige und Wahrhaftige

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