2018-10-28

Die Machttaten Gottes

„Herr, HERR, du hast begonnen, deinem Knecht deine Größe und deine starke Hand zu zeigen! Denn welcher Gott ist im Himmel und auf der Erde, der gleich deinen Werken und deinen Machttaten tun könnte?” (5.Mo 3,24).

Es gibt niemanden, der so stark und mächtig ist wie der lebendige Gott. Selbst gewaltige Erzengel, Seraphim oder Cherubim reichen bei weitem nicht an den Allmächtigen heran. Elihu sagt im Buch Hiob: „Den Allmächtigen, den erreichen wir nicht, den Erhabenen an Kraft“ (Hiob 37,23). In Psalm 89 wird uns in eindrücklicher Weise die Macht Gottes vorgestellt: „Denn wer in den Wolken ist mit dem HERRN zu vergleichen? Wer ist dem HERRN gleich unter den Söhnen der Starken? … HERR, Gott der Heerscharen, wer ist mächtig wie du, o Jah? Und deine Treue ist rings um dich her. Du beherrschst das Toben des Meeres; erheben sich seine Wogen – du stillst sie … Dein sind die Himmel, und dein ist die Erde; der Erdkreis und seine Fülle, du hast sie gegründet. … Du hast einen gewaltigen Arm, stark ist deine Hand, hoch deine Rechte“ (Ps 89,6.8-9.11.13).

Bist Du Dir darüber bewusst, dass genau dieser ewige, wunderbare und mächtige Gott jeden Tag für Dich sorgt und Dich auf ewigen Armen trägt? „Deine Zuflucht ist der Gott der Urzeit, und unter dir sind ewige Arme“ (5.Mose 33,27). Vielleicht fragst Du Dich warum Gott Nöte und Kämpfe in Deinem Leben zulässt? Warum spricht Er und „bestellt einen Sturmwind, der hoch erhebt seine Wellen“ (Ps 107,25)? Ein Grund dafür könnte sein, dass Er dadurch Seine Macht und Sein wunderbares Handeln offenbaren möchte (vgl. Ps 107,24). Vielleicht will Er Dir durch diese scheinbar unüberwindbaren Schwierigkeiten zeigen, wer Er wirklich ist – der Allmächtige und Souveräne, für den kein Ding unmöglich ist.

In den Psalmen wird uns an vielen Stellen die Macht Gottes in Verbindung mit den Naturgewalten gezeigt, die oft ein Bild für die „Stürme“ unseres Lebens sind: „Der HERR in der Höhe ist gewaltiger als die Stimmen großer Wasser, als die gewaltigen Wogen des Meeres… Die Stimme des HERRN ist über den Wassern; der Gott  der Herrlichkeit donnert, der HERR über großen Wassern… der da stillt das Brausen der Meere, das Brausen ihrer Wellen … Er verwandelt den Sturm in Stille, und es legen sich die Wellen“ (Ps 93,4 ; 29,3 ; 65,7 ; 107,29). Gott hat zu jeder Zeit alles unter Kontrolle – auch wenn es manchmal zunächst nicht so aussieht.

Als unser Schöpfer – der Herr der Herrlichkeit – hier auf der Erde war, um Gott zu offenbaren, hat Er Seine Macht über die Kräfte der Natur vor den Augen der Menschen unter Beweis gestellt. Er „schalt den Wind und sprach zu dem See: Schweig, verstumme! Und der Wind legte sich, und es trat eine große Stille ein“ (Mk 4,39). Ein anderes Mal ging Er auf den tobenden Wassermassen und rief Seinen Jüngern, die verzweifelt mit den Wellen kämpften, zu: „Ich bin es; fürchtet euch nicht!“ (Joh 6,20). Kurz darauf legte sich der Wind.

Gott handelt oft anders als wir es uns vorstellen. Er lässt Dinge geschehen, die wir nicht verstehen. Deshalb sagt Asaph: „Im Meer ist dein Weg, und deine Pfade sind in großen Wassern, und deine Fußstapfen sind nicht bekannt“ (Ps 77,19). Doch das ist nicht alles: Der gleiche wunderbare Gott gibt „einen Weg … im Meer und einen Pfad in mächtigen Wassern“ (Jes 43,16). Deswegen versichert Er Dir: „Wenn du durchs Wasser gehst, ich bin bei dir, und durch Ströme, sie werden dich nicht überfluten“ (Jes 43,2).

Unzählige Gläubige haben im Laufe der Jahrhunderte großartige Erfahrungen mit ihrem Gott gemacht und konkret erlebt, dass Er zu Seinem Wort steht und sich mächtig erweist für den, der auf Ihn harrt. Einer hat es einmal wie folgt ausgedrückt: „Du hast Menschen auf unserem Haupt reiten lassen; wir sind ins Feuer und ins Wasser gekommen, aber du hast uns herausgeführt zu überströmender Erquickung“ (Ps 66,12). Auch wir sollen die Machttaten des Herrn verkündigen (vgl. Ps 106,2), sie dem kommenden Geschlecht weitersagen (vgl. Ps 145,4) und Ihn dafür loben (vgl. Ps 150,2).

Was kannst Du über die Machttaten Gottes aus Deinem eigenen Leben berichten? Vertraust Du darauf, dass Er Dir einen Weg inmitten Deiner Schwierigkeiten gibt und „einen Pfad in mächtigen Wassern“? Gib nicht auf, selbst wenn Du schon lange am Rudern bist und das Licht am Ende des Tunnels noch nicht in Sicht ist.

„Mag es finster sein – wie der Morgen wird es werden. Und du wirst Vertrauen fassen, weil es Hoffnung gibt“ (Hiob 11,18).

J.P.S.


Artikelreihe: Herrlichkeiten des Heiligen

Der Heilige und Wahrhaftige Die Größe Gottes


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