2019-03-14

Anders als die Menschen

„Denn ich bin Gott und nicht ein Mensch, der Heilige in deiner Mitte“ (Hos 11,9).

Die Heiligkeit Gottes hat zwei große Komponenten: Gott ist heilig in Seinem Wesen und Er ist heilig in Seinem Verhalten. Nur Er ist unendlich, unerklärlich, selbst existierend, ewig, unveränderlich, allgegenwärtig, allwissend, allmächtig und absolut souverän. Nur Er ist vollkommen rein, sündlos und frei von jeglicher Form des Bösen – und gleichzeitig durch und durch gut.

Gott ist über alles und jeden erhaben. Keiner kann sich mit Ihm messen oder vergleichen! Wenn man die Frage stellen würde: „Wer ist mehr wie Gott, ein Schmetterling oder ein Seraphim?“ dann wäre die Antwort: Keiner von beiden. Gott ist auf einer ganz anderen Skala und daher nicht vergleichbar mit einem geschaffenen Wesen.

Als Gott Mose in dem brennenden Dornbusch erschien und Mose Ihn nach Seinem Namen fragte, bekam er die Antwort: „Ich bin, der ich bin“ (2.Mo 3,14). Wenn ein Mensch wissen will wer Gott ist, dann kann Gott nur auf sich selbst verweisen. Er ist nicht so wie dieser oder jener, nur etwas besser. Nein, Er ist perfekt und absolut einzigartig. Deshalb bezieht Er sich auf sich selbst, wenn Er sich erklärt. Er ist wie Er ist – der große „Ich bin“, der in sich selbst besteht und für den alles ewige Gegenwart ist.

Obwohl Gott so erhaben und unabhängig von jedem Geschöpf ist, benutzt er schwache Menschen, gibt ihnen Aufträge und verherrlicht sich durch sie. Dabei offenbart Er Seine wunderbaren Attribute und erweist Seine großartige Güte. Mose erfüllte die gewaltige Aufgabe, die Gott ihm gab, „mit der Hand des Engels, der ihm in dem Dornbusch erschienen war“ (Apg 7,35). Als er es mit der Wut des mächtigsten Menschen seiner Zeit zu tun bekam, fürchtete er sich nicht, „denn er hielt standhaft aus, als sähe er den Unsichtbaren“ (Heb 11,27). Der Ewige und "alleinige Machthaber" (vgl. 1.Tim 6,15) machte aus diesem gebrochenen, ängstlichen Menschen einen mächtigen Propheten, der von Ihm in einzigartiger Weise benutzt wurde (vgl. 5.Mose 34,10-12). „Wer im Schutz des Höchsten sitzt, wird bleiben im Schatten des Allmächtigen“ (Ps 91,1).

Menschen lügen oder versprechen Dinge, die sie letztendlich doch nicht halten können. Gott ist anders. „Er bereut nicht; denn nicht ein Mensch ist er, um zu bereuen“ (1.Sam 15,29). Bei Ihm gibt es nicht heute ja und morgen nein, „sondern es ist Ja in Ihm“ (2.Kor 1,19). Er ist absolut gut! Er kann nicht lügen, und wird ganz sicher alles erfüllen, was Er in Seinem ewigen Ratschluß fest beschlossen hat (vgl. Heb 6,18; Tit 1,2). Er versprach Mose, dass Er mit ihm sein würde – und Er hält, was Er verspricht. „Nicht ein Mensch ist Gott, dass er lüge, noch ein Menschensohn, dass er bereue. Sollte er sprechen und es nicht tun, und reden und es nicht aufrechterhalten?“ (4.Mo 23,19)!

Menschen enttäuschen – doch Gott enttäuscht uns nie! Deshalb gilt für uns: „Es ist besser, bei dem HERRN Zuflucht zu suchen, als sich auf den Menschen zu verlassen“ (Ps 118,8).

J.P.S.


Artikelreihe: Herrlichkeiten des Heiligen

Durch und durch gut!


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