2018-11-08

Gottes Souveränität

“Seht nun, dass ich bin, der da ist, und kein Gott neben mir! Ich töte, und ich mache lebendig, ich zerschlage, und ich heile; und niemand ist da, der aus meiner Hand errettet!“ (5.Mose 32,39).

Wie groß ist unser Gott! Er ist der „selige und alleinige Machthaber, der König der Könige und Herr der Herren, der allein Unsterblichkeit hat, der ein unzugängliches Licht bewohnt“ (1.Tim 6,15-16). Was für eine gewaltige und inhaltsreiche Aussage! Mit wunderbarer Souveränität regiert der Allmächtige über Zeit und Ewigkeit! Wenn Er etwas beschließt, dann geschieht es auch. Gott kommt zu seinem Ziel! Jesaja schreibt: „Denn der HERR der Heerscharen hat es beschlossen, und wer wird es vereiteln? Und seine ausgestreckte Hand – wer könnte sie abwenden?“ (Jes 27,14).

Hast Du schon mal in Ruhe darüber nachgedacht, was es bedeutet, dass Gott einzigartig darin ist, dass Er zu jeder Zeit alles unter Kontrolle hat und dass sich sein Ratschluß ganz sicher erfüllen wird? Er selbst fordert uns dazu auf und sagt: „Erinnert euch an das Frühere von der Urzeit her, dass ich Gott bin, und sonst ist keiner, dass ich Gott bin und gar keiner wie ich; der ich von Anfang an das Ende verkünde und von alters her, was noch nicht geschehen ist; der ich spreche: Mein Ratschluss soll zustande kommen, und all mein Wohlgefallen werde ich tun“ (Jes 46,9-10).

Der Herr Jesus hat hier auf der Erde die Souveränität Gottes anerkannt und Ihn unter den widrigsten Umständen durch Ergebenheit geehrt. Zu einer Zeit, wo die Menschen Ihn ablehnten und aufs übelste beleidigten, blickte Er zum Himmel und betete: „Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor Weisen und Verständigen verborgen und es Unmündigen offenbart hast. Ja, Vater, denn so war es wohlgefällig vor dir“ (Mt 11,25-26). Er sagte „Ja“ zu den Wegen Gottes und ruhte in dem Bewusstsein, dass Gott über Himmel und Erde herrscht. Tust Du das auch? Kannst Du aus eigener Überzeugung mit Hiob sagen: „Was seine Seele begehrt, das tut er. Denn er wird vollenden, was über mich bestimmt ist“ (Hiob 23,13-14)?

Die Geschichte Hiobs ist ein gutes Beispiel dafür, was es bedeutet, dass Gott zerschlägt und heilt und dass Ihm nichts aus dem Ruder läuft. Der Glaube dieses Mannes strahlte gerade zu der Zeit am hellsten hervor, als Gott zuließ, dass Satan ihm seinen Besitz und seine Kinder wegnahm. In ergreifender Ergebenheit sagte er: „Der HERR hat gegeben, und der HERR hat genommen, der Name des HERRN sei gepriesen“ (Hiob 1,21). So ein Glaube ist für Gott wertvoller als alles Gold dieser Welt (vgl. 1.Pet 1,6-7)!

Doch Gott zerschlägt nicht nur, sondern Er heilt auch. Jeremia, der weinende Prophet, schreibt: „Wenn er betrübt hat, erbarmt er sich nach der Menge seiner Gütigkeiten“ (Klgl 3,33). Das war auch bei Hiob der Fall, denn „der HERR segnete das Ende Hiobs mehr als seinen Anfang“ (Hiob 42,12). Er hat auch für Dich ein wunderbares Ende im Sinn – und bis das erreicht ist, darfst Du wissen, dass Er voll innigen Mitgefühls und barmherzig ist (vgl. Jak 5,11).

Die Tatsache, dass Gott über allem steht, dass Er jedes Haar auf unserem Kopf gezählt hat (vgl. Mt 10,30) und nur die besten Absichten mit uns verfolgt, sollte uns in den Stürmen des Lebens mit Vertrauen und Frieden erfüllen. Paulus, der selbst durch unfassbar viele Leiden gehen musste und das Leben im Licht der Ewigkeit betrachtete, konnte den Römern schreiben: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken“ (Röm 8,28). Ruhst Du in dieser Wahrheit?

J.P.S.


Artikelreihe: Herrlichkeiten des Heiligen

Die Größe Gottes Der lebendige Gott

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