2018-11-30

Kein Fels wie unser Gott!

„Keiner ist heilig wie der HERR, denn keiner ist außer dir; und kein Fels ist wie unser Gott“ (1.Sam 2,2).  

Gott ist der Fels der Ewigkeiten: Unveränderlich, unerschütterlich, tragfähig, stabil und stark. Weil Er sich nicht verändert und zu dem steht, was Er versprochen hat, werden wir dazu aufgefordert, zu jeder Zeit auf Ihn zu vertrauen (vgl. Jes 26,4).

Es ist wunderbar, wenn ein Mensch sein Leben auf diesen Felsen gründet und mit Glaubensgewissheit sagt: „Der HERR lebt, und gepriesen sei mein Fels! Und erhoben werde der Gott, der Fels meines Heils“ (2.Sam 22,47). Wer sein Vertrauen auf Ihn setzt, der hat  ein festes Fundament unter den Füßen, das in Ewigkeit bleibt!

Im Alten Testament musste der Fels geschlagen werden, damit Wasser daraus hervorkam, so dass das Volk trinken konnte. Paulus schreibt den Korinthern: „Der Fels aber war der Christus“ (1.Kor 10,4). Weil der Sohn des lebendigen Gottes am Kreuz von Gott geschlagen wurde, dürfen wir jetzt im Glauben zu Ihm kommen und trinken. Aber wir tun das nicht nur um unsere eigenen Bedürfnisse zu befriedigen, sondern um – in der Kraft des Heiligen Geistes – ein Segen für andere zu sein. Das machen die folgenden Worte Jesu deutlich: „Wenn jemand dürstet, so komme er zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen“ (Joh 7,37-38). Der Fels macht Dich zu einem Segenskanal!

Gott möchte, dass wir fest gegründet auf dem Felsen stehen. Er freut sich darüber, wenn Er bei uns das Verlangen danach sieht, Ihn besser kennenzulernen. Nachdem Mose den HERRN darum gebeten hatte, ihm Seine Herrlichkeit zu zeigen, sagte Gott zu ihm: „Siehe, es ist ein Ort bei mir, da sollst du auf dem Felsen stehen“ (2.Mo 32,31). Dann durfte dieser Mann Gottes erleben, dass die Güte des HERRN an ihm vorüberzog und der Name des HERRN vor ihm ausgerufen wurde. Diese gewaltigen Eindrücke konnte er nur bekommen und erleben, weil er auf dem Felsen stand. Überwältigt von der Herrlichkeit Gottes neigte er sich so schnell es ging zur Erde und betete an (vgl. 2.Mose 34).

Gerade in den Stürmen des Lebens erweist Gott sich als der wahre Fels in der Brandung. Mögen die Wellen noch so hoch schlagen, Gott bleibt felsenfest stehen – Er verändert sich nicht – und das gibt uns Sicherheit. Unzählige Gläubige haben im Lauf der Jahrhunderte erlebt, dass Gott ihnen ein Fels der Stärke war, bei dem sie Schutz und Zuflucht gefunden haben (vgl. Ps 62,7). Weil Gott genauso ist, fordert David uns auf: „Vertraut auf ihn allezeit, o Volk! Schüttet euer Herz vor ihm aus! Gott ist unsere Zuflucht“ (Ps 62,8).

Wenn wir dieses Vertrauen praktisch an den Tag legen und unsere Erwartungen von Ihm formen lassen, dann werden wir nicht wanken (vgl. Ps 62,6). Das bedeutet konkret: Wenn wir die Zügel aus der Hand geben und Gott den Karren steuert, dann führt Er uns auf seinem guten Weg: „Ein Pfad, den der Raubvogel nicht kennt und den das Auge des Habichts nicht erblickt hat; den die wilden Tiere nicht betreten, über den der Löwe nicht hingeschritten ist“ (Hiob 28,7). Der Mann nach dem Herzen Gottes hat das praktisch erlebt und sagt: „Gott – sein Weg ist vollkommen; … Denn wer ist Gott, außer dem HERRN, und wer ein Fels, außer unserem Gott? Gott ist meine starke Festung, und er lenkt vollkommen meinen Weg“ (2.Sam 22,31-33).

Der Fels gibt uns – wenn wir Ihn darum bitten – auch hin und wieder „Felsenworte“, die uns in geistlichen Prüfungen helfen, uns Wegweisung geben und auf die wir uns im Glauben stützen dürfen. Auf diese prophetischen Worte hin können wir dann mit Frieden im Herzen auf die Tiefe hinausfahren und die Netze zum Fang hinablassen!

Wenn der Fels etwas tut, dann ist das immer perfekt. Gott macht keine Fehler. Er leitet uns auf guten Wegen – auch wenn seine Wege oft höher sind als die Wege, die wir uns vorgestellt haben (vgl. Jes 55,9). Deshalb gilt auch für Dein Leben: „Der Fels: Vollkommen ist sein Tun; denn alle seine Wege sind recht. Ein Gott der Treue und ohne Trug, gerecht und gerade ist er!“ (5.Mo 32,4)

Welche Konsequenzen hat es für Dein Glaubensleben, dass Du Gott als den Fels der Ewigkeiten kennen darfst? Ist Er für Dich „ein Fels zur Wohnung“, der Dir Sicherheit gibt und zu dem Du stets gehen kannst (vgl. Ps 71,3)?

J.P.S.


Artikelreihe: Herrlichkeiten des Heiligen

Der Unwandelbare Gott, der Wirkende

Verwandte Artikel