2018-11-02

Die Größe Gottes

„Gar keiner ist dir gleich, HERR; du bist groß, und groß ist dein Name in Macht“ (Jer 10,6).

Gott handelt so, wie es Seinem Wesen entspricht. In den Psalmen heißt es über Ihn: „Du bist gut und tust Gutes“ (Ps 119,68). Weil Gott durch und durch gut ist, tut Er nur Gutes. Weil Er groß ist, tut Er Großes. Er tut Dinge, die über das hinausgehen, was wir erdenken oder erbitten (vgl. Eph 3,20). Asaph sagt: „Wer ist ein großer Gott wie Gott? Du bist der Gott, der Wunder tut …“ (Ps 77,14.15). Der Name Gottes ist wunderbar - und genauso handelt Er auch (vgl. Rich 13,18.19). Deshalb stellte Er die rhetorische und herausfordernde Frage: „Ist für den HERRN eine Sache zu wunderbar?“ (1.Mo 18,14). Da Seine Güte bis an die Himmel reicht (vgl. Ps 36,6), verspricht Er uns, dass denen, die Ihn suchen, nichts Gutes mangeln wird (vgl. Ps 34,10) – und dass denen, die Ihn lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken (vgl. Röm 8,28).

Wie wichtig ist es, dass wir Gott so kennenlernen, wie Er wirklich ist – und aus diesem Gottesbild dann unsere Hoffnung und Erwartung hervorgeht. Nachdem David von Gott die wunderbare Zusage bekam, dass Er ihm ein Haus bauen würde, betete er: „Um deines Wortes willen und nach deinem Herzen hast du all dieses Große getan, um es deinem Knecht kundzutun. Darum bist du groß, HERR, Gott! Denn niemand ist dir gleich, und kein Gott ist außer dir, nach allem, was wir mit unseren Ohren gehört haben“ (2.Sam 7,21-22). Das gütige Handeln Gottes und Seine Zusagen ließen David im Bewusstsein der Größe Gottes wachsen. Es ist kein Wunder, dass der gleiche Mann, der so sehr mit Gott vertraut war, die unvergesslichen Worte geschrieben hat: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln“ (Ps 23,1).

Saulus von Tarsus war bei seiner Bekehrung von einem großen Licht aus dem Himmel umstrahlt worden – ein Licht, das den Glanz der Sonne übertraf (vgl. Apg 22,6; 26,13). Seitdem hatte dieser Mann die Größe Gottes vor Augen. An Titus schreibt er über die Erscheinung der Herrlichkeit „unseres großen Gottes und Heilandes Jesus Christus“ (Tit 2,13) und den Hebräern stellt Er den Sohn Gottes als „großen Hohenpriester“ vor die Augen (vgl. Heb 4,14). Der Apostel dachte groß von Gott und erlebte persönlich den Reichtum und die Treue dessen, dem er geglaubt hatte. Deshalb konnte er den Philippern aus eigener Überzeugung schreiben: „Mein Gott aber wird euch alles Nötige geben nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus“ (Phil 4,19).

Hudson Taylor hat treffend gesagt: „Wir brauchen keinen großen Glauben, sondern wir brauchen Glauben an einen großen Gott.“ Dieser großartige Gott „donnert wunderbar mit seiner Stimme; er tut große Dinge, die wir nicht begreifen“ (Hiob 37,5). Als der Prophet Jeremia im Gefängnis saß, hörte er die Worte: „Rufe zu mir, und ich will dir antworten und will dir große und unerreichbare Dinge kundtun, die du nicht weißt“ (Jer 33,3). Wie viel Segen und praktische Glaubenserfahrungen gehen verloren, weil wir nicht groß von Gott denken und dementsprechend auch nichts Großes von Ihm erwarten! Der Psalmist schreibt: „Groß ist der HERR und sehr zu loben, und seine Größe ist unerforschlich“ (Ps 145,3). „Der Großes und Unerforschliches tut, Wunder ohne Zahl“ (Hiob 5,9). In dieser Hinsicht können wir auch an die Worte Jesu denken, der gesagt hat: „Euch geschehe nach eurem Glauben“ (Mt 9,29).

Wir können sicher sein, dass wir, wenn wir einmal die Herrlichkeit erreicht haben, Gottes Wege und Sein Handeln mit uns viel besser verstehen werden. Wie viele Gläubige werden dann zurückblicken und mit dem Psalmisten sagen: „Du, der du große Dinge getan hast, o Gott, wer ist wie du?“ (Ps 71,19)!

In welchen Situationen Deines Lebens hast Du einen Eindruck von der Größe Gottes bekommen? Vertraue darauf, dass Gott auch heute noch Großes tun kann! In welchen Lebensbereichen fällt es Dir schwer, Ihm zu vertrauen?

„Preise den HERRN, meine Seele! HERR, mein Gott, du bist sehr groß, mit Majestät und Pracht bist du bekleidet“ (Ps 104,1).

J.P.S.


Artikelreihe: Herrlichkeiten des Heiligen

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