2019-01-01

Der Gott der Hoffnung

„Erinnert euch an das Frühere von der Urzeit her, dass ich Gott bin, und sonst ist keiner, dass ich Gott bin und gar keiner wie ich; der ich von Anfang an das Ende verkünde und von alters her, was noch nicht geschehen ist; der ich spreche: Mein Ratschluss soll zustande kommen, und all mein Wohlgefallen werde ich tun“ (Jes 46,9-10).

Gott ist der an Wissen vollkommene (vgl. Hiob 37,16). Nichts ist Ihm verborgen. Er kennt die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Er ist „der Gott des Wissens“ (1.Sam 2,3) – der „allein weise Gott“ (Röm 16,27).

Es ist wunderbar, dass Gott sein Wissen nicht für sich behalten hat, sondern dass Er seine Gedanken und Ziele in seinem Wort mit uns teilt. Er allein kennt die Zukunft. Aber nicht nur das: Er sorgt in Seiner Souveränität auch dafür, dass gewisse Dinge genauso geschehen wie Er es will. Bereits auf den ersten Seiten der Bibel zeigt Er uns, was sein Ziel mit dieser ersten Schöpfung ist: Das Christus und seine Versammlung (dargestellt in Adam und Eva) einmal über diese Erde herrschen werden! „Der Ratschluss des HERRN, er kommt zustande“ (Spr 19,21) – und das kann schon sehr bald der Fall sein!

Im Propheten Jesaja kündigte der HERR an, dass Er einen heidnischen König dazu benutzen würde, um sein Volk wieder aus der 70jährigen babylonischen Gefangenschaft zurückzubringen. In diesem Zusammenhang sagt Er: „Ich habe geredet und werde es auch kommen lassen; ich habe entworfen und werde es auch ausführen“ (Jes 46,11). Salomo schreibt treffend: „Wasserbächen gleicht das Herz eines Königs in der Hand des HERRN; wohin immer er will, neigt er es“ (Spr 21,1). Wenn Gott etwas beschließt, dann wird es ganz sicher auch zustande kommen!

Gott hat den Menschen in Seinem Wort sehr viele Einzelheiten über die Zukunft mitgeteilt. Vieles ist bereits eingetroffen; anderes steht kurz vor der Erfüllung. In diesem Zusammenhang können wir an die Worte Jesaja’s denken, die zwar an Israel gerichtet sind, aber die wir auch auf uns anwenden können: „Das Frühere, siehe, es ist eingetroffen, und Neues verkündige ich; ehe es hervorsprosst, lasse ich es euch hören … Habe ich es dich nicht seit langem hören lassen und dir verkündet? Und ihr seid meine Zeugen. Gibt es einen Gott außer mir? Und es gibt keinen Felsen, ich weiß keinen“ (Jes 42,9; 44,8).

Das erste Kommen des Sohnes Gottes vor ca. 2000 Jahren hat sich exakt so erfüllt, wie es an vielen Stellen in den Psalmen und Propheten angekündigt worden war. Genauso wird sich auch das, was im Blick auf sein Kommen zur Entrückung geschrieben steht, buchstäblich erfüllen. Wenn der Herr Jesus wiederkommt, um uns zu sich zu nehmen, wird die wunderbare christliche Hoffnung Realität werden. Dann werden wir:

  • unserem Retter zum ersten Mal in die Augen schauen.
  • am Richterstuhl ohne Furcht vor Ihm stehen, unser Leben mit Seinen Augen sehen und Lohn für das empfangen, was wir durch seine Gnade für Ihn tun durften
  • bei der Hochzeit des Lammes als Seine Braut auf ewig, unzertrennlich mit Ihm eins-werden
  • als Seine Braut von Ihm ins Haus des Vaters, den ewigen Wohnort Gottes, eingeführt werden
  • mit Ihm für 1000 Jahre über diese Erde herrschen
  • im ewigen Zustand – wo die Sünde mit all ihren Konsequenzen nicht mehr da ist – als das neue Jerusalem aus dem Himmel herabkommen und die Hütte bzw. den Wohnort Gottes bilden, der in Verbindung mit der neuen Erde steht.

Das sind unfassbar große Dinge, die mit dem Kommen Jesu zur Entrückung beginnen – und das vielleicht schon heute! Wie groß und einzigartig ist der Gott, der sich diese genialen Dinge ausgedacht hat und der auch dafür sorgen wird, dass sich alles genauso erfüllen wird!

J.P.S.


Artikelreihe: Herrlichkeiten des Heiligen

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