2026-06-02

Ein Vers mit Durchschlagskraft

Stell dir vor, es gäbe einen einzigen Satz, der darüber entscheidet, ob ein Mensch vor Gott bestehen kann - oder nicht. Einen Satz, der darüber bestimmt, ob Christsein zur Last wird - oder zur Freiheit. Einen Satz, der trägt, wenn alles andere wegbricht.

Genau so ein Satz steht in einem Buch der Bibel, das oft übersehen wird: im Buch Habakuk. Es ist Vers, der so zentral ist, dass er wie eine Überschrift über dem ganzen Buch stehen könnte.

Dreimal wird dieser Vers im Neuen Testament zitiert. Jedes Mal mit einem anderen Fokus. Jedes Mal mit einer anderen Gewichtung. Und jedes Mal mit einer ganz entscheidenden Botschaft für unser Glaubensleben.

Denn dieser Vers beantwortet ganz fundamentale Fragen. Zum Beispiel: Wie kann ein Mensch vor Gott gerecht werden? Oder: Wie können wir von gesetzlichem Denken befreit werden? Und was hält uns fest, wenn Leid, Ungerechtigkeit und Enttäuschungen überhandnehmen?

Es geht also wirklich um alles: Um Leben oder Tod. Um Freiheit oder Gefangenschaft. Um Durchhaltevermögen oder Resignation.

Der Vers steht in Habakuk 2,4 und lautet: „Der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben.“ Und genau dieser Vers wird im Römerbrief, im Galaterbrief und im Hebräerbrief zitiert.

Durch diesen Vers hat Martin Luther aus seiner religiösen Gefangenschaft den Weg in die Freiheit gefunden - und diese Aussage hat heute noch die gleiche geistliche Sprengkraft, wenn wir sie richtig auf unser Leben anwenden.

J.P.S.


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