2026-05-03

Die beste Voraussetzung, um von Gott gebraucht zu werden

„Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die Überfülle der Kraft Gottes sei und nicht aus uns“ (2. Kor 4,7)

Manchmal verlieren Christen wegen ihrer Schwachheit den Mut. Vielleicht weil sie krank oder behindert sind. Weil sie müde oder erschöpft sind. Oder weil sie vor einer großen Aufgabe stehen und sich total unfähig fühlen, diese Herausforderung zu bewältigen.

Doch Gott zeigt uns, dass eigentlich das Gegenteil der Fall sein sollte. Denn Schwachheit ist die notwendige und gleichzeitig beste Voraussetzung dafür, dass Gottes Kraft wirken kann.

Denn Schwachheit befreit uns von Selbstvertrauen. Sie hält uns demütig, und sie schafft Raum, damit Gott uns mit Gnade begegnen kann.

Wir müssen uns immer wieder bewusst machen, dass Gott sich durch uns verherrlichen möchte. Und das geschieht, wenn etwas von ihm in unserem Leben sichtbar wird. Wenn er uns leitet und seine Kraft in uns wirkt.

Stell dir einen Künstler vor, der den teuersten, edelsten Pinsel besitzt, den man kaufen kann. Mit diesem Werkzeug erschafft er ein beeindruckendes Gemälde.

Viele würden jetzt wahrscheinlich denken: „Kein Wunder, mit so einem Pinsel kann ja jeder ein Meisterwerk malen.“

Aber jetzt stell dir vor, derselbe Künstler hätte nur noch einen alten, zerfransten Pinsel in der Hand - abgenutzt, instabil und scheinbar völlig nutzlos. Und trotzdem malt er damit ein Bild, das die Menschen sprachlos macht.

Was würden sie dann sagen?

Sie würden nicht den Pinsel bewundern, sondern den Maler. Sie würden staunen über sein Können, über die Genialität, mit der er aus einem unbrauchbaren Werkzeug etwas so Großartiges hervorbringen kann.

Das macht deutlich: Je geringer oder schwächer das Werkzeug ist, umso mehr Ehre bekommt derjenige, der das Werkzeug zum Segen gebraucht.

Ähnlich ist es, wenn Gott uns gebraucht. Je schwächer und unbrauchbarer wir uns fühlen, umso mehr Ehre bekommt Gott, wenn er uns benutzt und durch uns wirkt. Je schwächer das Gefäß, umso deutlicher wird, dass Gott der Wirkende ist.

Unsere Schwachheit ist für Gott kein Hindernis, uns zu gebrauchen. Im Gegenteil. Unsere Verlegenheit ist Gottes Gelegenheit, sich durch uns zu verherrlichen.

Deshalb denk immer daran: Gott gebraucht uns nicht trotz unserer Schwachheit, sondern er gebraucht uns gerade wegen unserer Schwachheit. Denn Gott gibt seine Ehre keinem anderen.

J.P.S.


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