2018-06-22

Was der Glaube tut

„...was Gott, der nicht lügen kann, verheißen hat vor ewigen Zeiten“ (Tit 1,2).

Glauben heisst nicht, sich durch Willenskraft zu einer Art Gewissheit emporzuarbeiten, sondern was Gott gesagt hat, als absolut gültige Tatsache anzusehen. Der Gläubige freut sich darüber und ruht in diesem Wissen.

Der Glaube nimmt Gottes Verheißungen einfach in Anspruch, und so werden Prophezeiungen daraus. Dann gehen wir unseren Weg weiter in dem Bewusstsein, daß es geschehen muss, weil Gott nicht lügen kann.

Es gibt nicht wenige Kinder Gottes, die um mehr Glauben beten. Wenn man jedoch aufmerksam zuhört und ihrem Gebet auf den Grund geht, erkennt man, daß sie sich keineswegs mehr Glauben wünschen, sondern sie möchten vom Glauben zum Schauen kommen.

Der Glaube sagt nicht: „Ich sehe, daß dies gut für mich ist, deshalb muß es von Gott kommen“, sondern: „Es kommt von Gott, und deshalb muss es gut für mich sein.“

Der Glaube, der im Dunkeln mit Gott wandelt, bittet ihn nur, seine Hand fester zu fassen.

Unbekannt

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