2018-11-11

Gottes Führung

„Der Herr wird dich ohne Unterlaß leiten“ (Jes. 58,11).

Ein Vater und sein Sohn zelteten in einem Waldgebiet, ein Stück vom nächsten Dorf entfernt. Der Vater hatte einen Brief, der zur Post musste und bat seinen Sohn, ihn im nächsten Dorf in den Briefkasten zu werfen. Der Vater brachte sein Kind an den Rand des Zeltlagers und zeigte ihm den Fußpfad, der zum Dorf hinunter­führte.

„Aber Vater“, sagte der. kleine Junge, „ich sehe ja nicht, dass dieser Weg wirklich zum Dorf hinunterführt!“

Der Vater nahm die kleine Hand in die seine und zeigte den Pfad entlang. „Siehst du“, erklärte er ihm, „wie der Pfad dort zu dem großen Baum führt, wo er scheinbar zu Ende ist?“

„Ja, ich sehe, dass der Pfad bis dahin geht; aber dort ist doch noch kein Dorf!“

„Nun, wenn du erst einmal zu dem großen Baum gekommen bist, wirst du von dort um die nächste Biegung blicken können, wo der Weg weiter hinabführt. Geh nur zum Baum, dann weiter bis zur nächsten Biegung, dann immer weiter vorwärts, bis du die ersten Häuser des Dorfes siehst. Wenn du die Häuser erreicht hast, wirst du schon die Post sehen. Da kannst du den Brief einwerfen.“

Oft geht es uns genauso. Gott zeigt uns in seiner Liebe nicht den ganzen gewundenen Weg durchs Leben. Er offenbart ihn uns nur Schritt für Schritt, von einer Wegbiegung zur nächsten. Darum ist es nötig, dass wir seiner Führung vertrauen, denn er kann um die nächste Biegung sehen. Er weiß, was vor uns liegt und ob wir eine Situation jetzt oder später meistern. Wie ein weiser und liebender Vater stillt er unsere wirklichen Bedürfnisse, nicht unsere Wünsche.

Unbekannt

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