2026-05-18

Gott vertrauen in aussichtslosen Umständen

“[Abraham] zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern wurde gestärkt im Glauben, Gott die Ehre gebend, und war der vollen Gewissheit, dass er, was er verheißen hatte, auch zu tun vermag.” (Röm 4,20-21

Manchmal führt Gott uns ganz bewusst in Umstände, in denen wir unsere Schwachheit deutlich spüren. Wo wir mit unserem Latein am Ende sind. Wo wir merken: Aus uns selbst können wir nichts mehr. Wir sind ganz auf Gott angewiesen.

So war es auch bei Abraham. Mit 75 Jahren gibt Gott ihm das Versprechen, dass Er ihn und seine Nachkommen in gewaltiger Weise segnen wird. 

Doch dann geschieht erst einmal nichts. Abraham und Sara werden immer älter. Bis es irgendwann - menschlich gesprochen - völlig unmöglich ist, dass sie noch ein Kind bekommen können. 

Doch als Abraham 99 Jahre alt ist, erscheint Gott ihm plötzlich und sagt: “Ich bin Gott, der Allmächtige; wandle vor meinem Angesicht und sei vollkommen” (1. Mo 17,1). 

Mit anderen Worten: Schau nicht auf deine Schwachheit. Schau auf meine Kraft. Denn ich bin nicht nur mächtig, sondern allmächtig. Vertraue darauf, dass ich alles erfüllen werde, was ich dir versprochen habe. 

Und genau das tut Abraham. In Römer 4 heißt es, dass er nicht auf seine eigene Schwachheit sah, sondern auf die Verheißung Gottes vertraute. Dadurch wurde er im Glauben gestärkt und gab Gott die Ehre. 

Darum sieh nicht auf deine Grenzen, sondern auf Gottes Allmacht. Gerade dort, wo du nicht mehr weiterkannst, beginnt oft der Ort, an dem Vertrauen wächst, Glaube stark wird und Gott sich verherrlicht.

J.P.S.


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